Was ist HelsaNet?
HelsaNet e.V. ist ein von mir gegründeter Verein, welcher die rechtliche Grundlage für mein Projekt ist die nicht mit DSL versorgten Gebiete der Gemeinde Helsa mit einem Breitband-Internetzugang auszustatten. Die Mitglieder des Vereins zahlen monatlich 15 Euro Mitgliedsbeitrag und sind über Funk an unserem Backbone angeschlossen. Dadurch steht ihnen eine schnelle Breitband-Internetflatrate zur verfügung.
Wie entstand HelsaNet?
Angefangen hat das ganze ganz einfach als mein Vermieter Gerhard Dippel einmal bei mir war und es sich im Gespräch rausgestellt hat, dass er in seiner Wohngegend "Kleines Feld" kein DSL bekommen könnte. Da bei mir noch DSL verfügbar ist und Gerhard "nur" 2 bis 3 Kilometer weit weg wohnte machte ich mir Gedanken ob es nicht möglich wäre das Internet zu ihm zu "funken".
Gesagt getan: Ich besorgte kurzer Hand die nötige Hardware um Testweise eine Datenfunkverbindung (damals noch über 2,4 GHz WLAN) zwischen unser beiden Häuser aufzubauen. Somit hatte Gerhard als einziger im Kleinen Feld eine Flatrate. Nachdem dieses in wenigen Wochen bekannt wurde und immer mehr Nachbarn Gerhard und mich ansprachen ob das nicht auch bei ihnen möglich wäre, haben wir uns weitere Gedanken gemacht und bei Gerhard noch einen Verteiler für die Nachbarn aufgebaut.
Um uns rechtlich abzusichern und da das Thema "DSL-freie Zone Helsa" in den Medien immer häufiger zur Sprache kam, beschlossen wir mit meiner Technik an die Öffentlichkeit zu gehen und einen Verein zu gründen über dem wir Helsa mit "DSL" zu versorgen. Somit konnten sämtliche nötigen Verträge über den Verein laufen und alle rechtlichen Aspekte in einer Satzung angesprochen werden.
Für die Veröffentlichung unseres Vorhabens wandten wir uns an unseren Bürgermeister "Tilo Küthe" und den CDU Landtagesabgeordneten "Frank Williges", welche beide sofort von unserem Vorhaben begeistert waren. Ich bereitete mein Projekt in Form eine Präsentation auf und lud über Flugblätter, die lokale Presse und über Herrn Williges die "Internetwilligen" Bürger auf eine Informationsveranstaltung ein.

Aktueller Stand
Durch die ständig steigenden Mitgliederzahlen wurde unsere anfängliche SOHO-Hardware schnell zu schwach. Mittlerweile besteht unsere Hardware zum größten Teil aus hochwertigen professionellen Netzkoppelelementen der Firmen Cisco und Lancom (wo sich meine CCNA Kenntnisse sehr gut umsetzen lassen). Um mehr Mitglieder anbinden zu können, setzen wir mehrere Verteiler ein, welche untereinander mit 5 GHz Richtfunkstrecken verbunden sind. Unseren Mitgliedern stehen mehrere Internetleitungen zur Verfügung welche durch unsere Router zu einer großen zusammen geschaltet werden (load-balancing).
Die gesamte Technik wurde von mir in meiner (wenigen) Freizeit ehrenamtlich geplant und umgesetzt. Mein Projekt welches laut CDU-Landtagsabgeordneten für Hessen als Pilotprojekt auch in anderen nicht mit DSL versorgten Gebieten zur Anwendung kommen sollte, zieht einen großes Interesse auf sich. Somit bin ich auch schon von einigen Bürgermeistern um Hilfe bezüglich der Vernetzung Ihrer Gemeinden gebeten wurden. In Espenau (bei Vellmar) habe ich bereits ein weiteres Bürgernetz geplant und umgesetzt (ebenfalls ehrenamtlich), welches nach einer Einarbeitungsphase sogar komplett von den dort wohnenden Mitgliedern gewartet und erweitert werden kann. Ein großer Erfolg gegen "DSL-freie Zonen".